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k a u f e n...
RADIERUNG / KUPFERSTICH
Radierung (von lateinisch radere = kratzen, wegnehmen, entfernen) bezeichnet ein grafisches Tiefdruckverfahren
der künstlerischen Druckgrafik. (Wikipedia)


HERSTELLUNG
Für den Tiefdruck werden der glatten, ebenen Oberfläche einer Druckplatte Verletzungen in Form von Linien oder Punkten zugefügt (Radieren). Dazu verwendet man die Radiernadel.

Es gibt zwei verschiedene, prinzipielle Arten von Radierung, was die Herstellung der Druckplatte betrifft:

Kaltnadelradierung, bei der die Zeichnung mit der Radiernadel eingeprägt wird Ätzradierung, bei der die Zeichnung
eingeätzt wird.

Die bei der Verletzung entstandenen Vertiefungen der Platte können Druckfarbe aufnehmen, wenn man die gesamte Platte einfärbt und mit einem Lappen oder ähnlichem die auf der glatten, unverletzten Oberfläche stehende Farbe wieder abwischt. Durch Aufpressen eines angefeuchteten Papiers wird die Farbe aus den Vertiefungen und Rillen wieder herausgesogen und erscheint auf dem Druckpapier.


GESCHICHTE DER RADIERUNG
Die Blütezeit der Radierung als Reproduktionstechnik lag im 18. Jahrhundert. Künstler, die ihre eigenen Arbeiten bereits als Mappenwerke planten und eigene Bildentwürfe in Drucktechnik übertrugen, wurden im Gegensatz zu den Reproduktionsstechern als „Peintre-graveur“ (auch „Malerradierer“, „Maler-Stecher“, „Stechmaler“) bezeichnet.

Gegen Mitte des 19.Jahrhunderts verloren Radierung und Kupferstich ihre Bedeutung durch die Erfindung der Lithographie, des Clichés und der Autotypie, die den Druck hoher Auflagen in den Massenblättern ermöglichten.

Von der Bürde der Reproduktionstechnik befreit, entwickelte sich die Radierung zu einem eigenständigen Zweig der künstlerischen Grafik. Private (bürgerliche) Sammler entdecken die Arbeiten als erschwingliche Möglichkeit, Kunst zu sammeln. Zur Mitte des 19.Jahrhunderts entdeckten Künstler den Reiz und die Möglichkeiten der Radierung neu.

Auch in unserer Zeit ist die Radierung – wie bereits zur Zeit Rembrandts – bei Sammlern als unabhängige Kunstform beliebt, da sie das Sammeln von Kunst zu erschwingliche(re)n Preisen ermöglicht. Die Auflagenhöhen schwanken zwischen einigen wenigen und mehreren tausend Abzügen, die durch die galvanische Verstahlung der Platte möglich sind.

Signatur Beispiele:
E.A.: Epreuve d‘artiste, 1/5: erster von Fünf Handdrucken


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